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Der Dom zu Naumburg

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Der Naumburger Dom St. Peter und Paul gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters. Als herausragendes Zeugnis des Übergangs von der Spätromanik zur Frühgotik wurde die Kathedrale 2018 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ihre einzigartige...
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  • 05 October 2026
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Der Naumburger Dom St. Peter und Paul gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters. Als herausragendes Zeugnis des Übergangs von der Spätromanik zur Frühgotik wurde die Kathedrale 2018 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ihre einzigartige Verbindung von Architektur, Bildhauerkunst und Glasmalerei macht sie zu einem Meisterwerk mittelalterlicher Bau- und Bildkunst und zu einem der meistbesuchten Ziele an der „Straße der Romanik“.

Der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete Dom ist eingebettet in ein außergewöhnliches architektonisches Ensemble aus mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Domherrenhöfen der Domfreiheit und kunstvoll gestalteten Bürgerhäusern der angrenzenden Ratsstadt. Von besonderer Bedeutung sind die beiden hochmittelalterlichen Lettner, die die Chöre vom Kirchenschiff trennen – eine weltweit einzigartige Konstellation.

Im Zentrum des Welterbes steht der um 1250 vollendete Westchor mit seinen zwölf lebensgroßen Stifterfiguren. Die außergewöhnliche Lebendigkeit, Individualität und Naturnähe der Skulpturen fasziniert bis heute. Unter ihnen nimmt die Markgräfin Uta eine besondere Stellung ein: Ihre rätselhafte Schönheit und eindringliche Präsenz haben sie zu einer der bekanntesten mittelalterlichen Figuren gemacht. Auch der Westlettner mit seinen eindrucksvollen Reliefs zur Passion Christi zählt zu den herausragenden Werken der europäischen Frühgotik.

Geschaffen wurden Westchor und Lettner von einem aus Frankreich stammenden Bildhauerarchitekten und seiner Werkstatt, der in der kunsthistorischen Forschung als „Naumburger Meister“ bezeichnet wird. Seine künstlerische Tätigkeit lässt sich von Nordwestfrankreich über die Île-de-France, die Champagne und die Picardie bis nach Mainz, Naumburg und Meißen verfolgen. Der Weg des Meisters und seiner Werkstatt steht damit exemplarisch für den intensiven kulturellen und künstlerischen Austausch, der Europa bereits im Mittelalter prägte.

Der Band widmet sich dem Naumburger Dom als einzigartigem Gesamtkunstwerk und erschließt seine Architektur, Skulptur und Ausstattung im historischen und europäischen Kontext. Im Mittelpunkt stehen die Werke des Naumburger Meisters und die bis heute faszinierenden Stifterfiguren – allen voran die berühmte Uta. Zugleich eröffnet der Band neue Perspektiven auf die Geschichte des Domes und seine herausragende Bedeutung für die europäische Kunst des 13. Jahrhunderts.

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Price: $16.99
Pages: 160
Publisher: De Gruyter
Imprint: Deutscher Kunstverlag (DKV)
Series: Große DKV-Kunstführer
Publication Date: 05 October 2026
ISBN: 9783422804937
Format: Paperback
REVIEWS Icon

Matthias Ludwig, Jahrgang 1977, Mediävist und Landeshistoriker;
seit 2007 in leitender Funktion am Domstiftsarchiv Naumburg;
For schungen zur Landesgeschichte Sachsen-Anhalts, zur Kloster- und
Stiftsgeschichte, zur Naumburger Stadtgeschichte und zur Ge -
schichte des Naumburger Domes; Dissertationsprojekt zum Naum -
burger Domkapitel im Spätmittelalter

Holger Kunde, Jahrgang 1968, Studium der Geschichte, Kunst -
geschichte und der Historischen Hilfswissenschaften in Halle,
Bamberg, Chieti und Jena; Dissertation über die Urkunden -
fälschungen und die Frühgeschichte des Zisterzienserklosters Pforte;
seit 2007 Direktor und Stiftskustos der Vereinigten Domstifter zu
Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz



Matthias Ludwig, born in 1977, is a medievalist and regional historian. Since 2007, he has held a senior position at the Naumburg Cathedral Chapter Archives. His research focuses on the regional history of Saxony-Anhalt, the history of monasteries and collegiate foundations, the history of the city of Naumburg, and the history of Naumburg Cathedral. He is currently working on a doctoral project on the Naumburg Cathedral Chapter in the Late Middle Ages.

Holger Kunde, born in 1968, studied history, art history, and auxiliary sciences of history in Halle, Bamberg, Chieti, and Jena. He completed his doctoral dissertation on forged charters and the early history of the Cistercian monastery of Pforta. Since 2007, he has been Director and Curator of the United Cathedral Foundations of Merseburg and Naumburg and the Collegiate Foundation of Zeitz.