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Ästhetik und Kritische Theorie bei Roberto Schwarz
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03 April 2027
Diese Monogaphie untersucht das Werk des brasilianischen Literaturkritikers Roberto Schwarz als periphere Ausprägung der Frankfurter Kritischen Theorie. Die Studie begründet den oft behaupteten perspektivischen Vorteil peripherer Positionen, indem sie die zentralen epistemologischen Voraussetzungen und kritischen Implikationen dieser Idee herausarbeitet.
Ausgehend von Schwarz’ frühen Essays rekonstruiert das Buch die Entstehung seines Denkens und zeigt, wie politische Umbrüche der 1960er Jahre in Brasilien seinen Stil und theoretischen Fokus prägten. Ein Schwerpunkt liegt auf seinen Studien zu Machado de Assis, in denen er die ästhetischen und sozialen Spannungen der peripheren Moderne analysiert. Weitere Kapitel vergleichen Schwarz’ Ansatz mit Walter Benjamins und Theodor W. Adornos geschichts- und ästhetiktheoretischen Überlegungen und profilieren die Spezifik seiner peripheren Kritik.
Abschließend entwickelt das Buch ein Modell, das Zentrum und Peripherie als epistemische Struktur der Kritik fasst und zeigt, wie periphere Perspektiven ideologische Brüche sichtbar machen. Damit eröffnet es neue Zugänge zu aktuellen ästhetischen, epistemologischen und politischen Debatten.
Claudio Cardinali, Universität zu Köln, Deutschland.
Claudio Cardinali, University of Cologne, Germany.