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Autorinnen-Übersetzerinnen 1750–1850
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31 August 2026

Die hier versammelten Fallstudien beleuchten die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Schreiben und Übersetzen in der literarischen Praxis von Frauen zwischen 1750 und 1850 – einer Epoche, in der die Doppelrolle der „Autorin-Übersetzerin“ keine Ausnahme, sondern eher die Regel darstellte. Durch die konsequente Fokussierung auf die Verschränkungen beider Tätigkeiten (und verwandter Aktivitäten wie Bearbeiten oder Herausgeben) geraten vielgestaltige Phänomene des Übergangs in den Blick, die in der Forschung bisher wenig beachtet wurden: Fortschreibungen übersetzter Texte, variierende Adaptionen fremdsprachiger Literatur sowie das kreative Anknüpfen an vorgefundene Strukturen, Motive und Konstellationen. Durch die Analyse ästhetischer, ideologischer und ökonomischer Verflechtungen in der literarischen Arbeit von Frauen, die um 1800 ins Deutsche oder aus dem Deutschen übersetzten, leistet der Band einen wesentlichen Beitrag zur transnationalen Übersetzungsforschung aus literatur- und geschlechterhistorischer Perspektive.
A. Sanmann, Lausanne, Schweiz; D. Vecchiato, Padua, Italien; V. Viehöver, Lüttich, Belgien.