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Briefpublizistik der Frühen Neuzeit
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30 April 2026

Seit jeher bleibt der Gebrauch der Briefform nicht auf persönliche Mitteilungen beschränkt. Doch die Konzentration auf Privatbriefe als exklusive Form epistolarer Kommunikation ab der Mitte des 18. Jahrhunderts hat lange den Blick auf die Ausprägungen einer frühneuzeitlichen Briefpublizistik verstellt. In der mediengeschichtlichen Dynamik des Druckzeitalters wird die zwanglose Briefform vermehrt als Alternative zur geschlossenen Abhandlung genutzt, um neue Adressierungsstrategien und Darstellungstechniken zu erproben. Dabei richten Lehrbriefe, Sendschreiben, offene Briefe, aber auch poetische Genres wie Versepistel oder Heroide die Formen epistolaren Schreibens für eine breitere Öffentlichkeit aus. Die hier versammelten Beiträge unternehmen erstmals den Versuch, das Feld vor allem der deutsch- und lateinischsprachigen Briefpublizistik zwischen 1500 und 1800 in seiner formalen, funktionalen und thematischen Vielfalt systematisch auszumessen.
Price: $97.00
Pages: 618
Publisher: Brill
Imprint: Brill
Series: Chloe
Publication Date:
30 April 2026
ISBN: 9789004738614
Format: Hardcover
Christian Meierhofer (Dr. phil.), Privatdozent für Neuere deutsche und Allgemeine Literaturwissenschaft mit einer Heisenberg-Stelle der DFG an der Universität Bonn und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Björn Spiekermann (Dr. phil.), Privatdozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg; derzeit Postdoc an der Universität Hamburg im Rahmen der DFGForschungsgruppe 5138 „Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit“.
Björn Spiekermann (Dr. phil.), Privatdozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg; derzeit Postdoc an der Universität Hamburg im Rahmen der DFGForschungsgruppe 5138 „Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit“.