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Christoph Eusebius Suppius. Triumph der Freude bey dem Fürstlichen Landleben – Ein Gedicht in zehn Gesängen
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31 December 2026

Die vorliegende Edition macht ein bisher unbekanntes, in der Forschungsbibliothek Gotha entdecktes Manuskript des Hofdichters Christoph Eusebius Suppius (1709–1763) erstmals der Forschung zugänglich.
Im Zentrum steht das Versepos »Triumph der Freude bey dem Fürstlichen Landleben«. In zehn Gesängen und über 2300 Versen feiert Suppius den Umzug des Gothaer Hofes unter Herzogin Luise Dorothea in die Sommerresidenz Schloss Friedrichswerth. Dabei gelingt ihm eine innovative Gattungskreuzung: Er verbindet die klassische Landlebendichtung (laus ruris) mit höfischer Panegyrik und reichert diese geschickt mit burlesken Elementen aus dem Volksleben an. Neben dem edierten Originaltext bietet der Band einen ausführlichen Kommentar sowie eine umfassende Einleitung, die Suppius' Biografie rekonstruiert, Einblicke in den exklusiven »Ordre des Heremites de bonne Humeur« gibt und das Werk literarhistorisch kontextualisiert. Der Text erweist sich als bedeutendes Zeugnis des Literaturstreits zwischen Gottsched und den Schweizern. Durch seine Verteidigung der Einbildungskraft präsentiert sich Suppius als Vertreter einer höfischen Poetik des Wunderbaren, die gegen die rationale Verbürgerlichung der Literaturästhetik aufbegehrt. Das Buch schließt eine wichtige Forschungslücke für Literaturwissenschaftler und Kulturhistoriker.
Mario Zanucchi, Universität Salerno, Salerno, Italien.
Mario Zanucchi, University of Salerno, Salerno, Italy.