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Das Herz in den Bildmedien religiöser Frauengemeinschaften
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01 April 2024

In den Bildmedien religiöser Frauengemeinschaften der Frühen Neuzeit war das Herz von besonderer Bedeutung. Maria Schaller analysiert Porträts und bildtragende Schmuckstücke, die im 17. und 18. Jahrhundert in katholischen Nonnenklöstern und protestantischen Damenstiften entstanden sind und Vorstellungen wie die Einwohnung, das Einprägen oder die Einschreibung des Göttlichen in das menschliche Herz thematisieren. Untersucht werden Rückgriffe auf die Herzvisionen spätmittelalterlicher Mystiker*innen, aber auch bemerkenswerte Neusemantisierungen wie die Konstruktion der Genealogie einer „ewigen Herzenswunde“. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die präsentierten Körperbilder und Imaginationen des Herzens Aushandlungsprozesse im Spannungsfeld von Konfession, Stand und Geschlecht widerspiegeln.
- Grundlegender Beitrag zur Genderforschung und Körpergeschichte der Frühen Neuzeit
- Bilder des Herzens in verschiedenen christlichen Konfessionen
“The insightful case studies in Schaller’s book illuminate how expressions of piety are dynamic processes, shaped by ongoing exchanges and adaptations instead of following a linear trajectory. Although the richness of the material and the plethora of observations could have easily warranted another publication, each case study is thoughtfully chosen. They collectively provide compelling insight into the complexities and diversities that researchers must consider when examining early modern textual and visual sources. Overall, Schaller’s work makes a significant contribution to our understanding of the intricate relationship between art, body, and faith in early modern women’s religiosity, inviting further exploration of the connections among these aspects." (Jenny Körber in: Renaissance Quarterly, Volume 78, Issue 3, Fall 2025, pp. 866–867,
Maria Schaller studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Freien Universität Berlin und an der Universität Hamburg. Von 2015 bis 2018 war sie Doktorandin im DFG-Graduiertenkolleg „Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit“ und hierauf bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Seminar der UHH. Nach einem Forschungsstipendium der Hamburger Isa Lohmann-Siems Stiftung (Jahresprojekt „Einverleibungen“) war Maria Schaller als Volontärin bei den Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz tätig. Seit 2022 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschungsgruppe „Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit“ der UHH, Teilprojekt „Der mediale Status des Körpers – Körper im Bild und Körperbild. König Kāleb und andere äthiopische Heilige in Portugal und Brasilien im 18. Jahrhundert.“
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