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Das internationale Chamäleon
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31 August 2026
Das 19. und frühe 20. Jahrhundert stellte für Europa das Zeitalter des aufsteigenden Nationalismus dar, war aber gleichzeitig auch eine Hochphase monarchischer Transnationalität. Während es in Europa zur Gründung neuer Nationalstaaten kam, saßen in zahlreichen Staaten fremdstämmige Monarchen auf den Thronen und transnationale Heiratsverbindungen zwischen europäischen Dynastien blieben die Norm. Wie konnten aber fremdstämmige Monarchen und Konsortinnen Gesellschaften regieren, die sich zunehmend national definierten? Das Buch geht dieser spannungsreichen Konstellation erstmals systematisch nach.
Am Beispiel der Fremdmonarchie und transnationaler Heiraten untersucht das Buch die Auswirkungen monarchischer Fremdheit auf politische Legitimität, internationale Politik und persönliche Loyalitäten. Mit einer Vielzahl von Fallbeispielen – unter anderem aus Belgien und Rumänien – entwirft das Buch ein europäisches Panorama monarchischer Fremdheit zwischen 1815 und 1943 und zeigt, wie diese zentrale Ereignisse der Periode beeinflusste.
Das Internationale Chamäleon richtet sich an Historiker*innen sowie Interessierte an Monarchiegeschichte, Nationalismusforschung und europäischer Politikgeschichte – und bietet einen neuen Zugang zu einem bislang weitgehend übersehenen Aspekt europäischer Geschichte.
Moritz A. Sorg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Moritz A. Sorg, University of Freiburg, Germany.