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18 December 2025

Unter dem Begriff "Interikonizität" ist seit Beginn des Jahrtausends eine Rahmentheorie anvisiert, die den Bezug von Bildern auf andere Bilder beschreibt, indem sie Intertextualitätstheorien auf das Bild überträgt. Die Konjunktur des Begriffs führte dazu, dass er in Fachjargon und Fachlexika aufgenommen wurde und sich in interdisziplinären Zusammenhängen etablierte, allerdings ohne dass er mit theoriefähigen kunstwissenschaftlichen Konzepten hinterlegt worden wäre. Manuela Bünzow legt mit diesem Buch die erste systematische Theorie der Interikonizität vor. Diese ist dezidiert und konsequent aus Bilddiskursen und -praktiken heraus entwickelt. Sie setzt bei ontologischen und epistemologischen Grundlegungen an, die ein völlig neues Problem- und Methodenbewusstsein bedingen.
Manuela Bünzow, Studium der Kunstgeschichte, Pädagogik und Kunstpädagogik, gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und promovierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe bei Matthias Bruhn und Lars Blunck. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Bildwissenschaft, Materialprozesse, Fotografie sowie moderne und zeitgenössische Kunst.
Manuela Bünzow, studied art history, pedagogics, and art education, funded by the German Academic Scholarship Foundation (Studienstiftung des deutschen Volkes). She works as a research assistant at the Chair of Art History at Nuremberg Academy of Fine Arts, and completed her doctorate under Matthias Bruhn and Lars Blunck at Karlsruhe University of Arts and Design. Her research interests lie in the fields of image science, material processes, photography, and modern and contemporary art.