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Deutsche Sprachbücher in Böhmen und Mähren vom 15. Jahrhundert bis 1918
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20 November 2002

Vom 12. bis zum 20. Jh. galt das Deutsche in den böhmischen Ländern als die wichtigste 'moderne' Fremdsprache und war neben dem Lateinischen das bedeutendste Medium für den Wissens- und Technologietransfer. Entsprechend umfangreich ist die Überlieferung an Lehrbüchern, Lerngrammatiken und Vokabularen, die schon vom 15. Jh. an bis zur Gründung der ersten tschechoslowakischen Republik 1918 zum Zweck des Erwerbs der deutschen Sprache verfaßt wurden.
In der vorliegenden Bibliographie zur Geschichte des Deutschlernens in Böhmen und Mähren wird diese Überlieferung erstmals umfassend dokumentiert und so ein wichtiger Aspekt der gemeinsamen Geschichte von Tschechen und Deutschen systematisch beleuchtet. Der Band kann damit nicht nur als ein wesentlicher Beitrag zur Fachgeschichte des Deutschen als Fremdsprache (DaF), zur Analyse von Spracherwerbsprozessen und zur Entwicklung von didaktischen Konzepten gelten, sondern legt zugleich den Grundstein für weitere Forschungen über die Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen.
Helmut Glück ist Professor für Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bamberg.
Holger Klatte ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsstelle für die Geschichte des Deutschen als Fremdsprache an der Universität Bamberg.
Vladimir Spáčil ist Archivdirektor i.R.
Libuše Spáčilová ist Dozentin für Germanistik an der Universität Olmütz.