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Die Selbstbildnissammlung der Medici 1650-1723
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31 December 2025

Die "Galleria degli Autoritratti" in den Florentiner Uffizien ist die größte Sammlung von Künstlerselbstbildnissen weltweit. Ihren Grundstock legte 1650 Leopoldo de’ Medici; sein Erbe Cosimo III. erweiterte und ordnete sie neu. Mithilfe eines Netzwerks aus Agenten und geleitet von empirischen Untersuchungskriterien, erwarben die beiden Akteure ausschließlich genuine Selbstporträts. So entstand eine einzigartige Spezialsammlung, die eng mit den erkenntnistheoretischen Ansätzen des 17. Jahrhunderts verbunden war. Anna Maria Jonietz untersucht erstmals die kunsttheoretischen und wissenschaftshistorischen Aspekte der "Galleria". Sie beleuchtet die Strategien des Zeigens und Überzeugens und demonstriert, dass das historische Ausstellungskonzept ein visuelles Studium der Kunst und ihrer Geschichte ermöglichte.
Anna Maria Jonietz, Studium der Italianistik und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und der Università di Catania. 2018-2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Die Galleria degli Autoritratti der Uffizien. Zu den Produktionsbedingungen, Rezeptionsweisen und Ordnungsmodellen von Künstlerselbstbildnissen in einer neuzeitlichen Sammlung" sowie Stipendiatin am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut. Nach ihrer Promotion 2023 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf war sie ebd. Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte; derzeit Referentin an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Kunsttheorie und Sammlungsgeschichte der Frühen Neuzeit sowie sozialhistorische Untersuchungen zur Künstlerpersönlichkeit.
Anna Maria Jonietz, studied Italian Studies and Art History at the Ruhr University Bochum and the Università di Catania. 2018-2021, she was a research associate in the DFG project "The Galleria degli Autoritratti of the Uffizi. On the conditions of production, modes of reception and models of organisation of artists’ self-portraits in a modern collection" and scholarship holder at the Institute of Art History in Florence - Max Planck Institute. After her doctorate at Heinrich Heine University Düsseldorf in 2023, she also worked there as a research assistant and lecturer. Currently, she is lecturer at the Bavarian Academy of Sciences and Humanities, Munich. Her research fields include art theory and the history of collecting in the early modern period, as well as socio-historical studies on the artist personality.