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Die Zerstörung Jerusalems in deutschsprachiger Erzählliteratur über den Jüdisch-Römischen Krieg

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Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwar...
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  • 16 February 2026
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Im langen 19. Jh. zählt die Zerstörung Jerusalems (70 n.d.Z.) zu den am häufigsten in politischen Diskursen funktionalisierten historischen Ereignissen. Von der jüdischen Emanzipationsdebatte bis zur Etablierung des Antisemitismus fungiert sie in zentralen Texten (z.B. von C.K.W. Dohm, Moses Mendelssohn, Immanuel Wolf, Moses Hess, Wilhelm Marr oder Theodor Herzl) als historisches Exempel.

Die Studie untersucht, wie literarische Bearbeitungen des Stoffes dominante Deutungen sekundieren, rekonfigurieren oder dekonstruieren: So verdeutlicht die Vielzahl von christlich geprägten Romanen die Diskursmacht der christlichen Heilsgeschichte. Ludwig Philippsons Novelle „Der Flüchtling aus Jerusalem“ (1839) hingegen stellt die opferzentrierte Perspektive des rabbinischen Judentums in der Diaspora infrage und bietet positivere Deutungen der Tempelzerstörung an. Max Rings Romanreihe „Das Haus Hillel“ (1878) entwirft eine Gegengeschichte, die die exklusiv christliche Lesart hinterfragt.

Ein Ausblick ins frühe 20. Jh. zeigt die anhaltende Popularität des Stoffes: In Texten von Lion Feuchtwanger, Sven Hedin, Max Jungmann und Hans Kyser werden bis heute relevante Fragen über Identität, Historiographie und interkulturelle Verständigung diskutiert.

 

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Price: $120.99
Pages: 387
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter Oldenbourg
Publication Date: 16 February 2026
ISBN: 9783119144551
Format: Hardcover
BISACs: HISTORY / Jewish, LITERARY CRITICISM / Jewish, LITERARY CRITICISM / Ancient & Classical
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Fabian Wilhelmi, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf.