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„Die Zukunft liegt also wieder unklar vor mir.“
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25 January 2027

Im Dezember 1941 wurde der 33-jährige Anton Kellerhaus aus Vallendar am Rhein einberufen und im Spätsommer 1942 als Soldat einer Luftwaffen-Feld-Division an die Ostfront geschickt. Er kam dort zu spät an, um in die Kesselschlacht von Stalingrad zu geraten, machte aber 1943 den Rückzug der Wehrmacht aus dem Donbass durch die Ukraine mit. Im März 1944 auf die Krim verlegt, überlebte er auch dort die Rückzugskämpfe und wurde aus Sewastopol an die rumänische Schwarzmeerküste evakuiert. Seit der Vernichtung der deutschen Heeresgruppe Südukraine im August 1944 zählte er zu den vielen Vermissten, die später für tot erklärt wurden. Die von Pascal Trees herausgegebene und ausführlich kommentierte Edition enthält neben ausgewählten Briefen, Zeichnungen und Aquarellen des ausgebildeten Kunstmalers auch das von seiner Ehefrau im November 1944 begonnene Brieftagebuch. Die Dokumente werfen Licht auf kaum bekannte Abschnitte und Schauplätze des Zweiten Weltkriegs in Osteuropa sowie auf familiäre Verhältnisse im „Dritten Reich“ und auf das Kriegsende in einer Kleinstadt am Rhein.
Pascal Trees ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin.