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Drehbuchlektüren
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13 September 2026
Theorien und Analysen von Drehbuchtexten und -prozessen berühren implizit oder explizit Fragen der Rezeption und auch Drehbuchpraktiker*innen befassen sich immer wieder mit solchen. Der Sammelband soll die Zusammenhänge des Drehbuchs und seinen Publika genauer ergründen. Dabei stellt sich zunächst die Frage, wer denn das Publikum eines Drehbuchs überhaupt darstellt. Die Textform des Drehbuchs wendet sich an Verantwortliche und Mitarbeiter*innen audiovisueller Industrien und erst in zweiter Linie – wenn überhaupt – an ein allgemeines Publikum, ob des publizierten Drehbuchs oder eben des Films.
Daher soll es im geplanten Band etwa um Publikumskonzeptionen in Erzähltheorien und Dramaturgiemodellen gehen, wie sie gerade in einer praxisorientieren Drehbuchforschung eine wichtige Rolle spielen. Das Verhältnis von Drehbuch und Publikum ist auch in Produktionszusammenhängen zu erkunden.
Bei Drehbucheditionen liegt es wiederum nahe, dass sie gezielt spezifische Publika adressieren und dabei häufig ein Marketing zu audiovisuellen Produkten unterstützen. In den Publikumskonzeptionen und -forschungen geht es auch um bestimmte Identitätskategorien wie Gender oder Klassenzugehörigkeit. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den unterschiedlichen Publika des Drehbuchs und deren Einfluss auf die Gestaltung desselbigen.
Sandra Nuy, Universität Siegen, Deutschland; Claus Tieber, Universität Wien, Österreich.
Sandra Nuy, University of Siegen, Germany; Claus Tieber, University of Vienna, Austria.