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Eigi Einhamr
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17 August 2005

Die im 13. Jahrhundert entstandene Eyrbyggja saga gehört zu den wichtigsten, aufgrund ihrer scheinbar heterogenen, chronikartig angeordneten Handlungselemente aber auch meistdiskutierten Isländersagas. Ausgehend von der zentralen Bedeutung, die der Gott Thor in seiner Funktion als Stifter und Bewahrer der Kultur für die Siedlergemeinschaft erfüllt, zeichnet Böldl die Vorstellungen nach, die sich für die mittelalterlichen Isländer mit der Etablierung eines geordneten Gemeinwesens verbinden. Thematische Schwerpunkte hierbei bilden die Landnahme sowie der komplexe Opferdiskurs der Saga.
Klaus Böldl, Ludwig-Maximilians-Universität München.
1. Einleitung: "The structure of the saga remains an enigma": Elemente einer literaturwissenschaftlichen Rezeptionsgeschichte der Eyrbyggja saga · 2. Die Welt im Text: Anthropologische und historische Perspektiven auf die Sagaliteratur · 3. Das Weltbild der Eyrbyggja saga – einige anthropologische Kategorien · 4. Die Landnahmezeit in der Eyrbyggja saga und in anderen hochmittelalterlichen Quellen · 5. Opfer und ritualisierte Tötungsakte in der Eyrbyggja saga und anderen norrönen Überlieferungen