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Emotion und Handlung im Artusroman

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Die Artusforschung dient der Erschließung der gemeinsamen kulturellen Grundlagen Europas mit Blick auf eines der erfolgreichsten epischen Genres des europäischen Mittelalters. Bald nach ihren Anfän...
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  • 24 July 2017
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Wie sind Handlungen literarischer Figuren motiviert? Lassen sie sich psychologisch oder narratologisch erklären? Da die Figuren arthurischer Romane textübergreifend konstruiert werden, könnte man annehmen, ihre Handlungen folgten einem festen Muster, unabhängig von situativ dargestellten Emotionen. Gibt es also eine gattungsspezifische Handlungsmotivation? – Um diese Fragen kreisen die hier versammelten Beiträge. Sie demonstrieren, dass der europäische Artusroman keine einheitliche Behandlung von Emotionen als Handlungsmotivation kennt. Groß ist die Variationsbreite der sichtbaren Innerlichkeit der Figuren. Als gattungsspezifisch lässt sich aber eine Tendenz erkennen, das Verhältnis von Emotion und Handlung in den Texten selbst als ein Produkt narrativer Vermittlung aufzudecken: durch die Inszenierung von Selbstverlust oder des Widerstreits zwischen Vernunft und Emotion, durch ein offenes Spiel mit unterschiedlichen Graden der Informiertheit von Figuren, Erzähler und Rezipienten, durch die Integration des Vorwissens der Rezipienten oder durch die Referenz auf und den Verstoß gegen Codierungen von Emotionen, kulturelle und literarische Normen.

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Price: $160.99
Pages: 315
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter
Publication Date: 24 July 2017
ISBN: 9783110534917
Format: Hardcover
BISACs: LIT004130 LITERARY CRITICISM / European / General, LIT004170 LITERARY CRITICISM / European / German
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Cora Dietl, Christoph Schanze, Univ. Gießen; Friedrich Wolfzettel, Univ. Frankfurt, Deutschland; Lena Zudrell, Univ. Wien, Österreich.



C. Dietl and C. Schanze, Univ. of Gießen; F. Wolfzettel, Univ. of Frankfurt, Germany; L. Zudrell, Univ. of Vienna, Austria.