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Gefällige Unordnung oder didaktische Innovation?

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Die Wiener Gemäldegalerie ist als innovative Gründung der Aufklärung bekannt. Doch wie veränderte sich die Präsentation der Gemälde unter Heinrich Füger (1806–1818)? Während seine Hängung der Gemäl...
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  • 19 October 2026
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Die Wiener Gemäldegalerie ist als innovative Gründung der Aufklärung bekannt. Doch wie veränderte sich die Präsentation der Gemälde unter Heinrich Füger (1806–1818)? Während seine Hängung der Gemälde oft als willkürliche Unordnung missverstanden wurde, legt Alice Hoppe-Harnoncourt erstmals die didaktische Innovation des Konzeptes frei. Erst durch die Berücksichtigung von Fügers Rolle als akademischer Lehrer und seiner künstlerischen Verortung zwischen Klassizismus und Frühromantik erschließt sich die Neueinrichtung. Füger brach das statische System der 1780er Jahre auf, um Raum für zeitgenössische Kunst und eine neue Einteilung „alter Schulen“ zu schaffen. Diese Neuordnung wird als visuelle Repräsentation des zeitgenössischen Diskurses im Übergang zur institutionellen Ausformung des Museums im 19. Jahrhundert gedeutet.

  • Sammlungsgeschichte der kaiserlichen Gemäldegalerie Wien, heute Teil des Kunsthistorischen Museums Wien
  • Die Galerie-Einrichtung unter Füger präsentiert als innovative Weiterentwicklung und visuelle Repräsentation des zeitgenössischen Diskurses
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Price: $86.99
Pages: 224
Publisher: De Gruyter
Imprint: dG Arts
Publication Date: 19 October 2026
ISBN: 9783689243258
Format: Hardcover
BISACs: ART / Collections, Catalogs, Exhibitions / General, ART / History / General
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Alice Hoppe-Harnoncourt, Kunsthistorikerin in Wien mit Forschungsprofil an der Schnittstelle von Wissenschaft und Museumspraxis. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Verbindung von kunsthistorischer Analyse und kunsttechnologischen Untersuchungen. Mitarbeit am Bestandskatalog der deutschen Renaissancegemälde des Kunsthistorischen Museum in Wien sowie Assistenzkuratorin der Bruegel-Jubiläumsausstellung (2018–2019). Weitere Forschungsinteressen gelten der Restauriergeschichte und Fragen der Denkmalpflege. Zuletzt im Kunsthandel tätig, mit Fokus auf österreichische Malerei des 20. Jahrhunderts.



Alice Hoppe-Harnoncourt is an art historian in Vienna with a research profile at the interface of science and museum practice. In her work, she focuses on the links between art-historical analysis and art-technological investigation. She collaborated on the inventory catalogue of German Renaissance paintings, and was assistant curator of the Bruegel anniversary exhibition (2018–2019). Her other research interests include the history of restoration and issues in the preservation of monuments. Lately active in the art trade, with a focus on 20th-century Austrian painting.