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Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile
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In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile entwickelt Hans-Peter Nill einen theoretischen Zugang zu zentralen Gewaltdarstellungen in Lucans Bürgerkriegsepos. Hierfür verknüpft er narratologisch...
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16 August 2018

In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile entwickelt Hans-Peter Nill einen theoretischen Zugang zu zentralen Gewaltdarstellungen in Lucans Bürgerkriegsepos. Hierfür verknüpft er narratologische, wirkungsästhetische und soziologische Theorien und Methoden.
Im Zentrum der Analysen stehen die Formen und Modalitäten der narrativ repräsentierten Gewalt. Ziel ist, ‚Lucanische Gewalt‘ als vielschichtiges, offenes Gebilde herauszustellen und sich von einer Reduzierung auf vermeintlich ‚typische‘ Partien zu distanzieren. Die Studie unternimmt den Versuch aufzuzeigen, dass über den Hebel der Gewalt erzählte Welt (fabula) und narrative Repräsentation (story) in eine dynamische Wechselwirkung treten, und so illusionsdurchbrechende Wirkung erzeugt wird. Insgesamt wird Unmaking an Aspekten wie Ästhetik und Zerstückelung, Verdichtung, Tension, Suspense und Exzess exemplarisch aufgezeigt.
In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile Hans-Peter Nill offers a theoretical approach to essential narrative representations of violence in Lucan’s civil war epic, combining theories and methods of narratology, reception aesthetics, and sociology. The focus of the analyses lies on the configurations and modes of violence as represented in the text. The objective is to present ‘Lucanesque violence’ as a multifaceted, open structure, instead of reducing it to allegedly ‘typical’ scenes. The study aims to demonstrate that the narrated world (fabula) and its narrative representation (story) become dynamically intertwined by means of violence, which has a disturbing effect on narrative immersion. Altogether, Unmaking is exemplified by aspects such as aesthetics and mutilation, densification, tension, suspense,and excess.
In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile Hans-Peter Nill offers a theoretical approach to essential narrative representations of violence in Lucan’s civil war epic, combining theories and methods of narratology, reception aesthetics, and sociology. The focus of the analyses lies on the configurations and modes of violence as represented in the text. The objective is to present ‘Lucanesque violence’ as a multifaceted, open structure, instead of reducing it to allegedly ‘typical’ scenes. The study aims to demonstrate that the narrated world (fabula) and its narrative representation (story) become dynamically intertwined by means of violence, which has a disturbing effect on narrative immersion. Altogether, Unmaking is exemplified by aspects such as aesthetics and mutilation, densification, tension, suspense,and excess.
Price: $169.00
Pages: 404
Publisher: Brill
Imprint: Brill
Series: Amsterdam Studies in Classical Philology
Publication Date:
16 August 2018
ISBN: 9789004379442
Format: Hardcover
"Abschließend ist festzustellen, dass das Buch seine selbstgestellten Ziele in vollem Umfang erreicht. Es wird ein gelungenes Analysesystem entwickelt, das eine präzise Erfassung der narrativen Bandbreite der Gewalt bei Lucan ermöglicht und Anregungen aus der kultursoziologischen Forschung gewinnbringend verarbeitet. Darüber hinaus gelingt es Nill auf überzeugende Weise, dynamische Prozesse der Gewalt und des unmaking nachzuweisen und deren Auswirkung auf den Prozess der ästhetischen Textrezeption sichtbar zu machen. Somit bereichert er die Forschung zur Gewalt in Lucan um einige neue Akzente, die auch interessante weitergehende Forschungen anregen dürften."
Philipp Brockkötter H-Soz-Kult 06.05.2019.
"Das Hauptverdienst der Untersuchung besteht darin, im Anschluss vor allem an das von A. J. Greimas entwickelte strukturalistische Konzept literarischer Aktanten ein theoretisch fundiertes Modell zur Beschreibung der relevanten Passagen entwickelt zu haben. (...) Zu loben ist indessen Nills Systematik und, damit verbunden, die klare Gliederung der Arbeit. Alle diskutierten Passagen werden nach demselben Muster behandelt: Auf eine Übersetzung folgen Ausführungen zu Kontext, Inhalt und Aufbau, dann ein Referat zum Forschungsstand und schließlich, unter Anwendung des entwickelten Modells, die Interpretation.(...) Das Buch ist sorgfältig redigiert, sehr hilfreich sind die Indizes zu Stellen, Namen und verwendeten Begriffen (...), unbedingt erwähnenswert ist die vorbildhafte Typografie.
Markus Kersten in BMCR 2019.07.59
Philipp Brockkötter H-Soz-Kult 06.05.2019.
"Das Hauptverdienst der Untersuchung besteht darin, im Anschluss vor allem an das von A. J. Greimas entwickelte strukturalistische Konzept literarischer Aktanten ein theoretisch fundiertes Modell zur Beschreibung der relevanten Passagen entwickelt zu haben. (...) Zu loben ist indessen Nills Systematik und, damit verbunden, die klare Gliederung der Arbeit. Alle diskutierten Passagen werden nach demselben Muster behandelt: Auf eine Übersetzung folgen Ausführungen zu Kontext, Inhalt und Aufbau, dann ein Referat zum Forschungsstand und schließlich, unter Anwendung des entwickelten Modells, die Interpretation.(...) Das Buch ist sorgfältig redigiert, sehr hilfreich sind die Indizes zu Stellen, Namen und verwendeten Begriffen (...), unbedingt erwähnenswert ist die vorbildhafte Typografie.
Markus Kersten in BMCR 2019.07.59
Hans-Peter Nill, Dr. phil. (2017), Eberhard Karls Universität Tübingen, ist Postdoktorand der Lateinischen Philologie. Er hat mehrere Aufsätze zu Gewalt und Lucan veröffentlicht, darunter zu Friedrich Hölderlins Übersetzung von Lucans Bellum Civile aus raumnarratologischer Perspective.
Hans-Peter Nill, Dr. phil. (2017), Eberhard Karls Universität Tübingen, is post-doctoral researcher of Latin philology. He has published several articles on violence and Lucan, including Friedrich Hölderlin’s translation of Lucan’s Bellum Civile from a spatio-narratological perspektive.
Hans-Peter Nill, Dr. phil. (2017), Eberhard Karls Universität Tübingen, is post-doctoral researcher of Latin philology. He has published several articles on violence and Lucan, including Friedrich Hölderlin’s translation of Lucan’s Bellum Civile from a spatio-narratological perspektive.