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Gustav Landauer im Gespräch

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Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwar...
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  • 13 August 1997
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Der Autor Gustav Landauer (1870-1919) gehört zu jenen Persönlichkeiten der politischen und literarischen Jahrhundertwende, deren Bedeutung für die deutsch-jüdische Moderne weitgehend unbeachtet blieb. Der Anarchist und Lebensreformer, der Literat und Theaterkritiker, der Freund Martin Bubers und Vordenker der kulturzionistischen Bewegung hat ein Werk hinterlassen, das in seinen vielfältigen, oft spannungsreichen Aspekten noch zu entdecken ist. So setzen sich die Beiträge in diesem Band mit ganz unterschiedlichen Aspekten auseinander: Einige widmen sich den Einflüssen auf Landauer und seinen Vorlieben, seiner Goethe- und Spinozalektüre, seinen frühen literarischen Versuchen, andere zeichnen bislang unbekannte Wirkungslinien nach, so zu dem Psychoanalytiker Karl Landauer, dem Mathematiker Felix Hausdorff, dem Theologen Paul Tillich. Die politische Botschaft des Revolutionärs der Münchner Räterepublik in ihrer Problematik und der utopische Impuls seiner Ideen für die Weimarer Jahre werden analysiert. Andere Beiträge beschäftigen sich mit dem geistesgeschichtlichen Kontext der deutsch-jüdischen Moderne, deren Linien in fast allen Beiträgen bis hin zur Vernichtung und Vertreibung ihrer Vertreter durch die Nazis sichtbar werden.

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Price: $161.99
Pages: 297
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter
Publication Date: 13 August 1997
ISBN: 9783484651180
Format: Hardcover
BISACs: HIS000000 HISTORY / General, HIS022000 HISTORY / Jewish
REVIEWS Icon

Inhalt: Frühe literarische Imaginationen: L. Jäger, Der Herr des Lebens und die Anarchie: Zu Landauers Novelle "Arnold Himmelheber". - T. Regehly, "Stürmische Bekenntnisse." Gustav Landauers literarische Arbeiten. - Literaturhistorische Ortsbestimmungen: B. Witte, Zwischen Haskala und Chassidut. - R. Kauffeldt, Anarchie und Romantik. - G. Mattenklott, "Goethe-Lektüren". - H. Delf, "In die größte Nähe zu Spinozas Ethik." Zu Gustav Landauers Spinoza-Lektüre. - M. Löwy, Der romantische Messianismus Gustav Landauers. - Beziehungen: E. Brieskorn, Gustav Landauer und der Mathematiker Felix Hausdorff. - E. Sturm, "Nicht den Staat wollen wir anbeten, sondern den Geist ..." - M. Matzigkeit, "Ich darf zu Ihnen über alles sprechen, das ist die beste Lockung dieser Zeit." - H.-J. Rothe, "Mein Nicht-Vetter Gustav Landauer." - Politische Versuche: P. Glotz, Der Vordenker der Ökolibertinären. - B. Braun, Die Siedlung: der Beginn des Sozialismus. - N. Seitz, Gustav Landauer und die Münchner Räterepublik. - R. de Jong, Gustav Landauer und die internationale anarchistische Bewegung. - G. Cepl-Kaufmann, Gustav Landauer im Friedrichshagener Jahrzehnt und die Rezeption seines Gemeinschaftsideals nach dem I. Weltkrieg.