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Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg
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21 September 2026
Nach dem Ersten Weltkrieg kehrten Millionen Kriegsbeteiligte nach Deutschland und Österreich zurück. Welche Erfahrungen machten die Heimgekehrten auf dem Rückweg? Wie nahm die zivile Bevölkerung Ankunft und Wiedereingliederung wahr und wie schrieben Heimkehrer und Aufnehmende darüber in Tagebüchern, Briefen und Lebenserinnerungen? Und schließlich, wie wird die Heimkehr in Romanen erzählt und die Erinnerung an Heimkehr in der öffentlichen Debatte in Deutschland und Österreich verhandelt? Diesen Fragen geht der Band nach, indem Selbstzeugnisse, Prosatexte und ihre Rezeptionsgeschichte kulturhistorisch auswertet werden.
Heimkehrerromane erzählen schwerpunktmäßig die Geschichte der Rückkehr und der Reintegration eines oder mehrerer Protagonisten. Viele der untersuchten Romane erreichten ein großes Publikum. Anhand dieser Romane tauschten sich Deutsche und Österreicher grenzüberschreitend in einer Erzählgemeinschaft über geteilte Heimkehrerfahrungen. Als Gedächtnisromane übernahmen sie wichtige Funktionen der Gedächtnisbildung und -reflexion in den Nachkriegsgesellschaften.
Die Studie untersucht faktuale und fiktionale Erzählungen über Heimkehr und betrachtet den Heimkehrprozess und die darauf bezogene Geschichtskultur transnational.
Karen Bähr, Universität Erfurt.