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Heimsuchungsskulptur im Mittelalter
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31 March 2026

Die Begegnung der beiden schwangeren Frauen Maria und Elisabet, die Heimsuchung, war ein beliebtes Motiv in der mittelalterlichen Skulptur. Katja Triebe dokumentiert erstmals den umfangreichen Bestand. Exemplarische Einzelanalysen, u.a. von Hauptwerken der Kunstgeschichte wie die Heimsuchungen des Bamberger Doms und aus Kloster St. Katharinental, legen Neuinterpretationen von vieldiskutierten Werken vor. Die Studie zeigt, wie die Skulpturen ihr Publikum intellektuell, körperlich und emotional einbinden, und deckt die vielschichtigen allegorischen Bedeutungen der Werke auf. Die Frauenkörper dienten als Aushandlungsort politischer, theologischer, sozialer und genderspezifischer Themen. Innovative Analysemethoden eröffnen neue Fragestellungen und Perspektiven für die Skulpturenforschung.
- Erste umfassende Studie zum Motiv der Heimsuchung in der mittelalterlichen Skulptur
- Innovative Deutungsmethoden und Perspektiven für die Skulpturenforschung
- Mit einem Katalog von rund 200 Werken
Katja Triebe, Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft und European Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Uniwersytet Jagielloński w Krakowie. Wissenschaftliches Volontariat, Kunstgutinventarisation, Kuratierung diverser Ausstellungen sowie wissenschaftliche Arbeit an der Schnittstelle zwischen historischer Sakralkunst und zeitgenössischer Kunst. Forschungsschwerpunkte im Bereich (post)kolonialer Bildwelten, frühneuzeitlicher Wallfahrtsandenken und mittelalterlicher Skulptur. Promotion an der Universität Hamburg.