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Heldentum und Männlichkeit
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13 April 2027
Open-Access-Transformationspaket 2026
Der von der Forschung postulierten Singularität und Idealität heroischer Figuren steht in der mittelhochdeutschen Heldenepik eine Omnipräsenz der Begriffsverwendungen von helt, recke, degen und wîgant gegenüber. Gleichzeitig wird Heldentum oftmals wie selbstverständlich mit Männlichkeit verknüpft. In der vorliegenden Studie wird dies zum Anlass genommen, den Zusammenhang von Heldentum und Männlichkeitsidealen mit Hilfe von Annotationen aufzuschlüsseln.
Die Studie verbindet textstatistisch-quantitative Verfahren aus dem Methodenspektrum der Digital Humanities mit close readings, um die den Epen inhärente Aushandlung, Problematisierung und Idealisierung von Heldentum sichtbar zu machen. Dadurch wird die vermeintliche Omnipräsenz des Heroischen im ‚Hildebrandslied‘, im ‚Nibelungenlied‘ und der ‚Nibelungenklage‘ sowie in den historischen Dietrichepen aufgelöst und dargelegt, wie im Sprechen über Helden genderrelevante Normierungen ausgehandelt und Differenzen generiert werden.
Nina Sarah Holzschuh, Stuttgart.
Nina Sarah Holzschuh, Stuttgart, Germany.