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Idyllik im Kontext von Antike und Moderne

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Die Buchreihe Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte deckt das gesamte Spektrum der germanistischen Literaturforschung ab und umfasst Monographien und Sammelbände über einzelne Epochen vo...
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  • 16 October 2015
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Die antike Idyllik impliziert ein triadisches Modell einer idealisierten Vergangenheit, einer defizitären Gegenwart und einer perfektiblen Utopie. In der ästhetischen Theorie und Praxis hat dieses topische Denkbild eine fast beispiellose Wirkung entfaltet. Anhand von kanonischen Zeugnissen der europäischen Kulturtradition stellen die Beiträgerinnen und Beiträger des Bandes seine Filiationen in der Text- und Bildwelt zwischen Hellenismus und Postmoderne vor und schließen damit eine Forschungslücke.
Ohne den Rekurs auf die Antike und die gattungstheoretischen Diskussionen der Aufklärung und Romantik sind selbst die Antiidyllik oder die Definition des Genres als ,forma non grata‘ im 20. Jahrhundert nicht konkretisierbar. Das macht nicht zuletzt die Vielfalt der mit der Idylle und dem ‚Idyllischen‘ verbundenen philosophischen, ästhetischen, anthropologischen, historischen, theologischen sowie wissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen deutlich. Das Denkbild einer unentfremdeten, natürlichen Existenz erweist sich als konstante und transkulturelle Kategorie, die in ihrer Tendenz zur Teleologie, zur kausalen Geschlossenheit und zur Reduktion von Komplexität als kognitive Strategie der Existenzbewältigung anzusehen ist.

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Price: $196.99
Pages: 362
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter
Publication Date: 16 October 2015
ISBN: 9783110448092
Format: Hardcover
BISACs: LIT000000 LITERARY CRITICISM / General, LIT004170 LITERARY CRITICISM / European / German
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Nina Birkner, Friedrich-Schiller-Universität Jena und York-Gothart Mix, Philipps-Universität Marburg.



Nina Birkner, Friedrich-Schiller-University of Jena, Germany and York-Gothart Mix, Philipps-University of Marburg, Germany.