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Jerusalem in der Spätantike
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14 May 2027

Obwohl Jerusalem zu den am intensivsten erforschten Städten der Antike zählt, fehlt bislang eine zusammenhängende Stadtgeschichte vom vierten bis zum sechsten Jahrhundert. Das Buch schließt diese Lücke und führt erstmals sämtliche Quellen in den klassischen und orientalischen Sprachen mit dem epigraphischen Befund und den neuesten Erkenntnissen der Archäologie zusammen. Jerusalem erscheint in dieser Neubetrachtung als gebaute Stadt, als Bühne menschlichen Handelns und als religiöser Vorstellungsraum. Untersucht wird, wie kaiserliche Patronage, Glaubenskonflikte und sich wandelnde Formen religiöser Erinnerung die Heilige Stadt neu ordneten und ihren Rang Schritt für Schritt erhöhten. Zugleich ordnet die Studie die Christianisierung der urbanen Topographie, den Wandel religiöser Praktiken und die dogmatischen Auseinandersetzungen in größere politische und soziale Zusammenhänge ein. Sie zeigt dabei, wie Jerusalem im spannungsreichen Wechselspiel zwischen Kaiserhof und Kirche, Bischöfen und Mönchen sowie Pilgern und Einwohnern schließlich reichsweite Anerkennung fand. Damit eröffnet das Buch neue Perspektiven auf die Herausbildung der Heiligen Stadt des Christentums und auf Jerusalems Bedeutung für die spätantike Welt.
Konstantin M. Klein, Institut für Geschichte, Europäische Studien und Religionswissenschaft/Universität von Amsterdam, Niederlande.
Konstantin M. Klein, Institute for History, European Studies, and Religious Studies, University of Amsterdam, Netherlands.