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Jüdisches Kulturerbe autorisieren – Authorizing Jewish Cultural Heritage?
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31 December 2026

Angesichts einer zunehmenden Polarisierung von kulturellen Identitäten, dem Umgang mit Minderheitenkulturen und der Erinnerung an historisches Unrecht gewinnen Prozesse der Konstruktion und Legitimation von Kulturerbe an Relevanz. Durch welche Mechanismen werden kulturelle Praktiken und Repräsentationen als schützenswert erachtet?
Wessen Perspektiven sind anerkannt, wessen Stimmen bleiben ungehört? Am Beispiel des jüdischen Kulturerbes zeigt sich, dass trotz der wachsenden Bedeutung der Critical Heritage Studies ein Forschungsdesiderat besteht: die systematische Untersuchung der Mechanismen, durch die kulturelles Erbe autorisiert wird.
So wirken viele der Auswahlkriterien, Bewertungsmaßstäbe und epistemologischen Vorannahmen, die Autorisierungsprozesse leiten, oftmals als unhinterfragte Normalitäten – wie internalisierte disziplinäre Selbstverständlichkeiten, unreflektierte institutionelle Routinen, implizite ästhetische oder moralische Urteile. Über eine Fülle an disziplinären Perspektiven – von Architektur über Geschichtswissenschaft, Pädagogik, Kultur- und Musikwissenschaft reichend – trägt dieser Sammelband dazu bei, Transparenz zu schaffen: Die Offenlegung dieser Mechanismen bildet die Voraussetzung für ihre kritische Hinterfragung, diskursive Verhandlung und potenzielle Veränderung.
Franz Blessing, Schwäbisch Gmünd; Mirko Przystawik, Braunschweig; Susanne Weigand, München; Samuel Weigel, Hannover.
Franz Blessing, Schwäbisch Gmünd; Mirko Przystawik, Braunschweig; Susanne Weigand, München; Samuel Weigel, Hannover, Germany.