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Kant um 1900

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Schon Mitte des 19. Jahrhunderts galt Kant weithin als Autorität jeglichen wissenschaftlichen Philosophierens. In einer Zeit, in der die Universitätslandschaft in Deutschland durch vielfältige poli...
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  • 31 January 2022
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Schon Mitte des 19. Jahrhunderts galt Kant weithin als Autorität jeglichen wissenschaftlichen Philosophierens. In einer Zeit, in der die Universitätslandschaft in Deutschland durch vielfältige politische, kulturelle und akademische Transformationen geprägt war, sollte Kant, so der Neukantianer Otto Liebmann, als eine Art Ordnungsinstanz fungieren. Liebmanns Aufruf "Zurück zu Kant" folgte aber nicht etwa eine Vereinheitlichung des Diskurses. Ganz im Gegenteil beriefen sich Autoren der gegensätzlichsten Positionen auf die kantische Philosophie: Materialisten, Spiritisten, Okkultisten, Monisten, lutherische Theologen, Sozialisten und die in diesem Kontext entstehende "neukantianische" Fachphilosophie. Die Vielfalt der Kantdeutungen im fin de siècle wird in der heutigen Philosophiegeschichtsschreibung in ihrer ganzen Breite wenig thematisiert. Gerade vor dem Hintergrund dieser Vielfalt entstanden jedoch maßgebliche Institutionen, die die Kantrezeption bis heute bestimmen: die Kant-Studien, die Kant-Gesellschaft und die Akademie-Ausgabe von Kants Gesammelten Werken. In den Beiträgen des vorliegenden Bandes werden verschiedene Rezeptionskontexte und Autoren um 1900 vorgestellt.
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Price: $114.99
Pages: 281
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter
Publication Date: 31 January 2022
ISBN: 9783110758474
Format: Hardcover
BISACs: LIT004170 LITERARY CRITICISM / European / German, PHI016000 PHILOSOPHY / History & Surveys / Modern
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Hauke Heidenreich, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Friedemann Stengel, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Hauke Heidenreich, Martin Luther University Halle-Wittenberg; Friedemann Stengel, Martin Luther University Halle-Wittenberg, Germany.