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Kleinepik. Wolfram von Eschenbach: ‚Titurel‘. ‚Brief des Priesterkönigs Johannes‘
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31 January 2022

In dieser elfbändigen Gesamttranskription des ‚Ambraser Heldenbuchs‘ erscheinen erstmals alle Texte im frühneuhochdeutschen Originalwortlaut. Die zeichengetreue Transkription ist synoptisch dem Manuskriptbild gegenübergestellt. Die diplomatische Transkription ist nach Versen umbrochen, die gemäß etablierten Editionen nummeriert sind. Die fast 250 Pergamentblätter umfassende Prunkhandschrift, die von Maximilian I. zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Auftrag gegeben wurde, zählt zu den wichtigsten Quellen deutschsprachiger Literatur des Mittelalters. Band 11 beinhaltet die kleinepischen Texte des ‚Ambraser Heldenbuchs‘ (‚Die böse Frau‘; Herrand von Wildonie: ‚Die treue Gattin‘, ‚Der betrogene Gatte‘, ‚Der nackte Kaiser‘, ‚Die Katze‘; Ulrich von Liechtenstein: ‚Frauenbuch‘; Wernher der Gärtner: ‚Helmbrecht‘; Der Stricker: ‚Pfaffe Amis‘) sowie Wolframs von Eschenbach ‚Titurel‘ und den ‚Brief des Priesterkönigs Johannes‘. Bis auf ‚Helmbrecht‘, ‚Pfaffe Amis‘ und ‚Titurel‘ sind diese Texte im ‚Ambraser Heldenbuch‘ unikal überliefert. Der ‚Brief des Priesterkönigs Johannes‘ liegt in fünf deutschen Versbearbeitungen vor, von denen jede eine eigene Version darstellt.
Mario Klarer, University of Innsbruck, Austria.