Skip to product information
1 of 1

Krieg mit dem Wort

Publisher:

Regular price $230.00
Regular price $0.00 Sale price $230.00
Sold out
Die seit 1925 erscheinenden Arbeiten zur Kirchengeschichte bilden eine der traditionsreichsten historischen Buchreihen im deutschsprachigen Raum. Sie enthalten Forschungen zur Kirchen- und Dogmenge...
Read More
  • 15 January 2016
View Product Details

Der Fall Konstantinopels (1453) und die Belagerung Wiens (1529) durch das Osmanische Heer lösten im Alten Reich Reaktionen in sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aus. Neben der Finanzierung des Krieges regelten die Reichstage des 16. Jahrhunderts auch den Einsatz „geistlicher Waffen“: Nun wurden „Türkenglocken“ geläutet, Gebetsstunden gegen den „Erbfeind“ abgehalten und Türkenpredigten verfasst.
„Krieg mit dem Wort“ wendet sich erstmals der Türkenpredigt als homiletischer Gattung zu. Das Corpus umfasst 299 Predigten von 38 Autoren. Nach einer Analyse der reichspolitischen Rahmenbedingungen der Predigten sowie deren liturgischer Verortung kommen die Autoren in den Blick: Über welchen Bildungsgrad verfügten sie und auf welche Wissensbestände griffen sie zurück? Anschließend analysiert die Autorin die Predigten in Form und Inhalt und beschreibt konfessionsspezifische Deutungsmuster: Gemeinsam ist allen Predigten ihr bußtheologischer Gestus. Unterschiede zeigen sich vor allem in der heilsgeschichtlichen Verortung der Feinde sowie im Maß der Funktionalisierung des ‚Wissens‘ über den Feind: Besonders lutherische Prediger nutzten die fremde Religion als Negativfolie, vor der das eigene Bekenntnis einleuchten sollte.

files/i.png Icon
Price: $230.00
Pages: 330
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter
Publication Date: 15 January 2016
ISBN: 9783110427851
Format: Hardcover
BISACs: HIS014000 HISTORY / Europe / Germany, HIS037030 HISTORY / Modern / General, REL082000 RELIGION / Christianity / Lutheran, REL116000 RELIGION / Religious Intolerance, Persecution & Conflict
REVIEWS Icon

Damaris Grimmsmann, Universität Göttingen.



Damaris Grimmsmann, University of Göttingen, Germany.