Skip to product information
1 of 1

Kulturförderung als Prestigepolitik

Publisher:

Regular price $91.99
Regular price $0.00 Sale price $91.99
Sold out
„Lederkönig", „Herzog von Worms" oder „Moderne Medici", so wurden die nobilitierten Freiherren von Heyl zu Herrnsheim von Zeitgenossen genannt. Es handelte sich teils um Spott, war aber auch Ausdru...
Read More
  • 05 September 2023
View Product Details

„Lederkönig", „Herzog von Worms" oder „Moderne Medici", so wurden die nobilitierten Freiherren von Heyl zu Herrnsheim von Zeitgenossen genannt. Es handelte sich teils um Spott, war aber auch Ausdruck von Bewunderung für die Unternehmerfamilie, die mit ihrer Lederfabrik steinreich geworden war. Die Untersuchung des Aufstiegsmodells der Heyls belegt, wie attraktiv adlige Lebensmuster und aristokratisches Prestige für finanzkräftige Großbürger im Deutschen Kaiserreich waren. Auf der Quellenbasis des Familienarchivs wird die Strategie aufgezeigt, sich durch eine ehrgeizige Netzwerk-, Wohlfahrts- und Kunstpolitik Traditionen anzueignen, die Adlige im Lauf von Jahrhunderten erworben hatten. Dazu gehörte der Kauf eines Schlosses, die Errichtung einer Grabkapelle, die Stiftung eines Fideikommiss sowie die Erfindung eines eigenen Wappens. Der adlig-bürgerlichen Elitenpraxis folgend förderten die Heyls zudem Kulturinstitutionen und etablierten sich als Kunstsammler und Mäzene. Erfolgreich stiegen sie so an die gesellschaftliche Spitze des Kaiserreichs auf, gekrönt durch die Verleihung des hessischen Freiherrentitels.

files/i.png Icon
Price: $91.99
Pages: 515
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter Oldenbourg
Publication Date: 05 September 2023
ISBN: 9783110683288
Format: Hardcover
REVIEWS Icon
Ines Heisig, Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Ines Heisig, Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Germany.