We're sorry. An error has occurred
Please cancel or retry.
Literarische Polemik in der Dichtung der römischen Republik
Some error occured while loading the Quick View. Please close the Quick View and try reloading the page.
-
14 May 2027
Wenn ein Dichter im Rahmen seiner Dichtung eine invektive, polemische Auseinandersetzung über die richtige Dichtungsart führt, handelt es sich um eine „Literarische Polemik“. In dieser werden die poetologischen Vorstellungen der Streitenden nicht nur zum Thema gemacht, sondern auch mit eigens ausgewählten poetischen Mitteln verhandelt und der literarischen Öffentlichkeit vorgeführt.
Es liegt nahe, dass ein Dichter, der in seinem Werk andere Dichter kritisiert oder sich gegen Kritik verteidigt, gerade im Moment der Auseinandersetzung der überlegene Dichter sein und für seine Dichtungsart werben will. Deswegen ist die Kritik am Anderen hier immer auch als Werbung für das Eigene zu verstehen.
Für die Zeit der römischen Republik lässt sich Literarische Polemik bei dem Komiker Terenz, dem Satiriker Lucilius und dem Anhänger der alexandrinischen Kleindichtung Catull feststellen. Gerade weil die Literarische Polemik stets dem Ziel verpflichtet ist, dem jeweiligen Dichter zu nützen, stellt sie sich in den verschiedenen Gattungen sehr unterschiedlich dar. Schließlich ist gerade in der jeweiligen Form der Polemik die Poetologie der Dichter zu greifen
Kevin Protze, Universität Leipzig, Leipzig.
Kevin Protze, Universität Leipzig, Leipzig, Germany.