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Metakommunikation
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December 14, 2026
Sprachthematisierungen geben Aufschluss über kontroverse Themen und Wissensbestände einer Diskursgemeinschaft und werden zudem von den Akteur*innen als kommunikatives Mittel in Interaktionen strategisch eingesetzt. Die diskurslinguistische Studie widmet sich der Frage, wie sich Sprachthematisierungen auf lokaler Interaktions- und translokaler Diskursebene handlungsorientiert in formaler Hinsicht sowie in ihrer Polyfunktionalität beschreiben lassen. Am Beispiel des Diskurses um Ein- und Zuwanderung nach Deutschland werden Thematisierungen von Sprachgebrauch im Rahmen eines Mehrebenenmodells erfasst, wobei diskurs- und gesprächslinguistische Datenrepräsentationen und Method(ologi)en miteinander verknüpft, sowie um polito-, medien- und soziolinguistische Ansätze erweitert wurden. Damit liegt eine korpuspragmatische diskurslinguistische Studie vor, die mündliche Kommunikate systematisch und fundiert in die Diskurslinguistik einbezieht. In Bundestagsdebatten und politischen Fernsehdiskussionen eingesetzte Sprachthematisierungen sind häufig ein Mittel der Hervorbringung von Kritik an anderen Akteur*innen im Rahmen der Öffentlichkeit. Die detaillierte qualitative Analyse der Belege ermöglicht es, das weite Einsatz- und Funktionspotenzial metakommunikativer Praktiken in Interaktion und Diskurs offenzulegen
Hanna Völker, Philipps-Universität Marburg.
Hanna Völker, Marburg University, Germany.