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Mitbestimmung unter wirtschaftlichem Primat

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Die Automobilindustrie und ihre Mitbestimmung gelten als eine Erfolgsgeschichte der frühen Bundesrepublik. Dabei wird oft übersehen, dass es auch prominente Gegenbeispiele gab. Eines davon war BMW,...
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  • 14 July 2026
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Die Automobilindustrie und ihre Mitbestimmung gelten als eine Erfolgsgeschichte der frühen Bundesrepublik. Dabei wird oft übersehen, dass es auch prominente Gegenbeispiele gab. Eines davon war BMW, denn das Unternehmen stand mitten in der Hochkonjunktur der 1950er Jahre kurz vor dem Konkurs.

Mario Riederer beleuchtet in seiner Studie die Geschichte von BMW im Zeitraum von 1945 bis 1987 mit besonderem Fokus auf Mitbestimmung und Arbeitnehmervertretung. Dabei wird das Handeln eines Betriebsrates in einer existentiellen Krise gezeigt sowie die langfristigen Folgen dieser Erfahrung. Es verschob sich das Kräftegefüge im Unternehmen, und es entwickelte sich ein neuer Handlungsimperativ für die Arbeitnehmerseite: Um die Arbeitsplätze auf Dauer zu sichern, galt der wirtschaftliche Erfolg als unabdingbar. Dadurch entstand eine Betriebsratspolitik, in der ein Ausgreifen in Managementbereiche selbstverständlich war, zu der bisweilen aber auch eine Zurückstellung der Arbeitnehmerinteressen hinter den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gehörte. Diese neue Sozialpartnerschaft zeigte bereits vor der Ölpreiskrise Züge der Mitbestimmung „nach dem Boom" und wies eine erstaunliche Konstanz bis zum Ende der 1980er Jahre auf.

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Price: $87.99
Pages: 400
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter Oldenbourg
Publication Date: 14 July 2026
ISBN: 9783112223970
Format: Hardcover
BISACs: BUSINESS & ECONOMICS / Economic History, HISTORY / Social History, SOCIAL SCIENCE / Sociology / General
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Mario Riederer, BMW Group, München.