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Nah zum Leichnam

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In der Umbruchszeit der Frührenaissance waren auch Heiligen- und Reliquienkult umfassenden Wandlungsprozessen ausgesetzt. Die vorliegende Studie zeigt die veränderten Images und die damit einhergeh...
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  • 13 March 2012
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In der Umbruchszeit der Frührenaissance waren auch Heiligen- und Reliquienkult umfassenden Wandlungsprozessen ausgesetzt. Die vorliegende Studie zeigt die veränderten Images und die damit einhergehenden neuartigen Visualisierungsstrategien der neuen Heiligen in Italien auf und verortet sie im Kontext entstehender Kunsttheorien und Bildkonzepte. Ausgehend vom Umgang mit dem Heiligenleichnam werden unterschiedliche Strategien analysiert, mittels derer Bilder wie Altartafeln, Grabmäler und Büsten den Verlust des sichtbaren und berührbaren Leichnams zu kompensieren suchen. Bei den um 1440 aufkommenden Totenmasken wird durch die Technik des mechanischen Abdrucks einerseits die Nähe zum Leichnam behauptet, andererseits gewährleistet das Abdruckverfahren die Distanznahme der Bilder vom Körper und ermöglicht die für einen jungen Heiligenkult wichtige Fernwirkung: Medaillen und gedruckte Bilder der neuen Heiligen entfernen sich vom verehrten Leichnam und generieren gleichzeitig eine neue Nähe zum Körper des jeweiligen Bildbetrachters.
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Price: $78.99
Pages: 316
Publisher: De Gruyter
Imprint: Deutscher Kunstverlag (DKV)
Series: Italienische Forschungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz, I Mandorli
Publication Date: 13 March 2012
ISBN: 9783422070912
Format: Paperback
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Urte Krass studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Hamburg, arbeitete von 2004 bis 2008 als Wissenschaftliche Assistentin und Promotionsstipendiatin am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut; seit 2009 ist sie Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.