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Novalis und die Wissenschaften
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12 February 1997

Die Auseinandersetzung mit den Wissenschaften ist für das Werk von Novalis konstitutiv gewesen. Kaum ein zweiter Autor der Klassik und Romantik hat sich so intensiv und kompetent mit dem zeitgenössischen Kenntnisstand und den Strukturmustern der Wissensorganisation befaßt. Der Band enthält die Vorträge der 1. Fachtagung der Internationalen Novalis Gesellschaft. Die quellenkritisch, historisch-hermeneutisch und diskursanalytisch ausgerichteten Beiträge zeigen, wie die Wissenschaften dabei durch ihre "Poetisierung" erweitert und zusammengeführt werden.
Inhalt: Vorwort. - Zum Geleit. - H. Uerlings, Novalis und die Wissenschaften. Forschungsstand und Perspektiven. - G. Rommel, Novalis' Begriff vom Wissenschaftssystem als editionsgeschichtliches Problem. - J. Neubauer, Das Verständnis der Naturwissenschaften bei Novalis und Goethe. - D. von Engelhardt, Novalis im medizinhistorischen Kontext. - U. Stadler, Zur Anthropologie Friedrich von Hardenbergs (Novalis). - D.F. Mahoney, Hardenbergs Naturbegriff und -Darstellung im Lichte moderner Chaostheorien. - F. Henderson, Romantische Naturphilosophie. Zum Begriff des >Experiments< bei Novalis, Ritter und Schelling. - M. Engel, "Träumen und Nichtträumen zugleich". Novalis' Theorie und Poetik des Traumes zwischen Aufklärung und Hochromantik. - D. Lancerau, Novalis und Leibniz. - F. Strack, Novalis und Fichte. Zur bewußtseinstheoretischen und zur moralphilosophischen Rezeption Friedrich von Hardenbergs. - G. Schulz, Novalis' Erotik. Zur Geschichtlichkeit der Gefühle. - K. Peter, Novalis, Fichte, Adam Müller. Zur Staatsphilosophie in Aufklärung und Romantik. - I. Kasperowski, Novalis und die zeitgenössische Geschichtsschreibung. Zum Bild des Mittelalters im "Heinrich von Ofterdingen". - N. Ikeda, Novalisrezeption in Japan.