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Public Historians: NS-Geschichtsschreibung im Feuilleton
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20 July 2026

OA-Transformationspaket 2026
Welche Rolle haben „freischaffende“ Historiker und Journalisten bei der Erforschung des Nationalsozialismus gespielt? Und wie haben sie, etwa im Feuilleton, die Geschichtskultur beeinflusst?
Es waren Interpreten NS-zeitgeschichtlichen Wissens, die sich zwischen den Sphären der Wissenschaft und der Öffentlichkeit bewegten, die wesentlich den Blick auf diese Zeit geprägt haben, so die These von Johannes Giar. Er nimmt die „Grenzgänger“ Götz Aly, Joachim C. Fest, Jörg Friedrich, Joseph Wulf und Heinz Höhne in den Blick, und kann zeigen, wie institutionell ungebundene Historiker seit den 1950er-Jahren bis hinein in die Gegenwart Pionierarbeit leisteten, während in der bundesdeutschen Öffentlichkeit die NS-Zeit noch lange Zeit beschwiegen wurde.
Mit sprachlichen Provokationen und Tabubrüchen, aber auch mit unkonventionellen Deutungen und Erprobungen neuer Medienformate loteten diese „Public Historians“ die Möglichkeiten aus, die eine populäre Geschichtsschreibung für eine historisch interessierte Öffentlichkeit bieten kann.
Johannes Giar, Magistrat der Stadt Nidda, Deutschland.