We're sorry. An error has occurred
Please cancel or retry.
Sophokles’ ›Trachinierinnen‹ – Eine Gesamtinterpretation
Some error occured while loading the Quick View. Please close the Quick View and try reloading the page.
-
13 February 2027
Sophokles’ Trachinierinnen gelten als eine ungewöhnliche, in mancher Hinsicht unzugängliche Tragödie. Die Forschung hat in den zentralen Fragen, was das Thema des Stücks ist, wie seine Handlung strukturiert ist und worin seine eigentümliche Tragik besteht, bislang keine Einigkeit erzielt. Benedikt Krämers Arbeit widmet sich diesen Fragen im Rahmen einer Gesamtinterpretation der Trachinierinnen auseinander, die das Stück in größeren Kontexten verortet (der literarischen Tradition, der Theaterkultur und der übrigen Sophoklestragödien). Die Ausgangsthese lautet, dass der Stoff und die Handlung von den sie (mit)bestimmenden, von Anfang bis Ende präsenten und immer wieder ins Gedächtnis gerufenen göttlichen Determinanten her zu verstehen sind. In diesem Sinne sind die Trachinierinnen eine ‚theologische Tragödie‘. Diese These wird in der Arbeit in mehreren Untersuchungsschritten mithilfe eines auf die Betrachtung der Trachinierinnen zugeschnittenen methodischen Instrumentariums entfaltet. Dazu zählen eine Strukturanalyse, eine intertextuelle Untersuchung des Heraklesstoffs und eine Auseinandersetzung mit dem ethisch-theologischen Motivkomplex des Stücks. Das Schlusskapitel zeigt: Herakles und Deianeira sind beide tragische Figuren.
Benedikt Krämer, Universität Münster, Münster.
Benedikt Krämer, Universität Münster, Münster, Germany.