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Sprache und Denken
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30 November 2026

Die These einer Verbundenheit der Sprache mit dem Denken, das sog. Sprachliche Relativitätsprinzip, ist schon lange Gegenstand der Forschung. In der vorliegenden Arbeit wird diese Thematik aus der Perspektive frame-semantischer Wissenskonstruktionen betrachtet. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Frames als basale Strukturen des menschlichen Wissens fungieren und lexikalische Zeichen nicht ohne den Zugriff auf Frames interpretiert werden. Von besonderer Bedeutsamkeit für Frames und Framing sind metaphorische, also konzeptübergreifende Wissenskonstruktionsprozesse, die im Fokus dieser Monografie stehen.
Ausgehend von einem kognitiven Framebegriff wird der wissenskonstituierende Charakter von metaphorischen Framings anhand von Beispielen, insbesondere aus dem Bereich der Politik, demonstriert und untersucht. Der diskursanalytische Mehrwert zeigt sich vor allem durch die Aufdeckung verstehensrelevanter Wissensinformationen und -transformationen, die oftmals nicht auf der Oberflächenebene von Texten erscheinen.
Insgesamt betrachtet ist die Arbeit, nicht nur ein Plädoyer für einen frame-semantischen Metaphernbegriff, sondern für eine kognitiv-ausgerichtete Verstehenssemantik im Sinne Busses und Fillmores
Björn Junge, Universität Duisburg-Essen, Essen.
Björn Junge, University of Duisburg-Essen, Essen, Germany.