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Tendenzen - Neuere Architektur im Tessin
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21 April 2010

Die Tessiner Architektur kam erstmals 1975 anlässlich der Zürcher Ausstellung „Tendenzen - Neuere Architektur im Tessin“ fast über Nacht zu internationalen Ehren. Die durch den ungezügelten Bauboom bewirkte Landschaftszerstörung nahmen die Protagonisten der Tessiner Schule schon in den sechziger Jahren wahr. Aurelio Galfetti, Luigi Snozzi, Livio Vacchini und bald auch Mario Botta oder Ivano Gianola setzten mit harten Betongebäuden auffällige Zeichen. Diese konnten die Zersiedelung zwar nicht bremsen, sondern allenfalls ästhetisieren. Gleichwohl begründete ihr formal höchst unterschiedliches Schaffen einen vielbeachteten Regionalismus in der Architektur, der bis heute ausstrahlt. Der Band bündelt die Werke der Tessiner Schule. Durch den Nachdruck wird dieses einmalige Zeitzeugnis, das aus der Entwurfslehre nicht mehr wegzudenken ist, wieder verfügbar.
Martin Steinmann: Architekt, Lehrer und Autor, 1968–1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut gta, 1980–1986 Redaktor der Zeitschrift archithese, 1987–2006 Professor für Architektur und Architekturtheorie an der ETH Lausanne.
Zur Lage der Architektur im Tessin (H. Ronner)
Wirklichkeit als Geschichte. Stichworte zu einem Gespräch über Realismus in der Architektur (M. Steinmann)
Beiträge zum Entwerfen (T. Carloni, M. Botta, G. Durisch, A. Galfetti, F. Ruchat, I. Trümpy, M. Campi, F. Pessina, N. Piazzoli, B. Reichlin, F. Reinhart, L. Snozzi, R. Bianconi, D. Schnebli)
Bauten und Entwürfe (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Kindergarten, Schulen, Öffentliche Bauten, Restaurierungen)
Biografien, Werkverzeichnisse
Italienische Übersetzungen, Englische Übersetzungen