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Vergessene Orte deutsch-jüdischer Kultur
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17 August 2026
Die jüdischen Bibliotheken Berlins stellen einen wichtige Teil deutsch-jüdischer Kultur dar. Aufgedeckte Entstehungsgeschichten und der Charakter der jüdischen Bibliotheken Berlins exponieren damit kulturelle Aspekte der jüdischen Gemeinschaft Berlins bis 1942, die zugleich Emanzipations- und Akkulturationsprozesse des deutschen Judentums reflektieren. Die Zerstörung und die Wege des Verlustes sowie der Zerstreuung der Restbestände jüdischer Bibliotheken Berlins nach 1945 sind als Teil der Vergangenheit zu interpretieren, die das Vergessen der jüdischen Bibliotheken Berlins zur Folge hatte. Unmittelbar nach 1945, innerhalb weniger als eines Jahrzehnts, wurde das Schicksal der Rudimente jüdischer Bibliotheken Berlins nicht nur durch international agierende Akteure geprägt, sondern auch durch die Interaktion jüdischer Erben aus Berlin. Erst mit dem Neuaufbau jüdischen Gemeindelebens in Berlin ab den 1950er Jahren bis in die Gegenwart lassen sich die Bedeutung des Traditionsbruchs nach der Shoah und seine Auswirkungen auf das einstige Zentrum jüdischer Bibliothekskultur ermessen.
Uta Esther Hadad, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder.
Uta Esther Hadad, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, Germany.