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Von den Besiegten lernen?

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Trotz anfänglicher Bemühungen der Alliierten, die deutsche Militärelite für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zur Verantwortung zu ziehen, gelang es den meisten deutschen Generälen und Offiziere...
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  • 29 October 2015
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Trotz anfänglicher Bemühungen der Alliierten, die deutsche Militärelite für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zur Verantwortung zu ziehen, gelang es den meisten deutschen Generälen und Offizieren nach 1945 rasch, sich den neuen, insbesondere von den USA vorgegebenen politischen Rahmenbedingungen anzupassen. Bei der Integration der deutschen Militärelite in die westliche Wertegemeinschaft spielte auch die langjährige kriegsgeschichtliche Kooperation der U.S. Armee mit hunderten ehemaligen Wehrmachtsoffizieren eine wichtige Rolle, in deren Rahmen die Deutschen tausende Studien zum Zweiten Weltkrieg verfassten. Dabei bot die sogenannte Historical Division den deutschen Militärs ein sinnstiftendes Betätigungsfeld und äußerst günstige Rahmenbedingungen für die Formulierung einer apologetischen Geschichtsdeutung. Die Autorin zeichnet die Entwicklungsgeschichte der kriegsgeschichtlichen Kooperation auf breiter Quellenbasis nach und rekonstruiert detailliert die Arbeits- und Kommunikationsprozesse innerhalb des Projekts. Auf der Basis von Nachlässen deutscher und amerikanischer Beteiligter, vor allem aber der Verwaltungsakten der Historical Division analysiert sie, warum die Amerikaner den deutschen Militärs einen so hohen Deutungsspielraum einräumten und sich sogar aktiv an der transatlantischen Verbreitung der Legende von der "sauberen Wehrmacht" beteiligten.

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Price: $77.00
Pages: 398
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter Oldenbourg
Publication Date: 29 October 2015
ISBN: 9783110414783
Format: Hardcover
BISACs: HIS000000 HISTORY / General, HIS014000 HISTORY / Europe / Germany, HIS027000 HISTORY / Military / General, HIS027100 HISTORY / Military / World War II
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"Mit Esther-Julia Howells Studie liegt nun endlich eine grundlegende Arbeit über die kriegsgeschichtliche Kooperation der U.S. Army mit der ehemaligen Wehrmachtselite in der Zeit von 1945 bis 1961 vor."
Roman Töppel in: Totalitarismus und Demokratie, 14. Jahrgang 2017 Heft 1, S. 128-131

„Dass Howell zu den Historikerinnen zählt, die eine wissenschaftliche Arbeit klar strukturiert und auch für ein breiteres Publikum sehr gut lesbar verfassen können, sei ausdrücklich betont."
Wigbert Benz in: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2016-1-172

Esther-Julia Howell, Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin.