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Wege des essayistischen Schreibens im deutschsprachigen Raum (1900-1920)

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Der Sammelband untersucht das essayistische Schreiben im deutschsprachigen Raum zwischen 1900 und 1920 am Beispiel mehrerer Autoren und Themen. Die medialen Voraussetzungen, die die essayistische D...
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  • 01 January 2010
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Der Sammelband untersucht das essayistische Schreiben im deutschsprachigen Raum zwischen 1900 und 1920 am Beispiel mehrerer Autoren und Themen. Die medialen Voraussetzungen, die die essayistische Diskursführung bestimmen, finden dabei besondere Beachtung. Aus den Positionen der behandelten Schriftsteller ergibt sich ein grundsätzlicher Konsens über die der essayistischen Praxis innewohnende Tendenz, sich Anfang des 20. Jahrhunderts von gattungstypischen Konventionen immer mehr abzukoppeln und ein selbstständiges hermeneutisches Profil anzunehmen, das dem Essay zu einer im Vergleich mit anderen literarischen Gattungen gesteigerten Diskursfähigkeit verhilft. Diese nimmt nach dem Zivilisationsbruch des Ersten Weltkrieges insofern völlig neue Konturen an, als sich der an der Tradition vormoderner sozialer Formen orientierende bildungsbürgerliche Horizont von nun an mit den Bedürfnissen einer viel komplexeren Gesellschaft konfrontiert sieht, was entweder zum radikalen Bruch mit alttradierten fiktionalen Strukturen realistischer Prägung führt oder zur Bewältigung solcher Komplexität aus drastisch apokalyptischer Sicht. Doch bis 1918 erscheint das essayistische Schreiben noch durch einen Hang zum Entwurf diskursiver Antworten auf die Krise der Moderne vereinheitlicht, bei denen sich die Gattung Essay als eine hoch differenziert argumentierende Struktur zur Verarbeitung kulturkritischer Ideologeme erweist.
Der Band resultiert aus der Zusammenarbeit von an italienischen Universitäten sowohl sprach- als auch literaturwissenschaftlich tätigen Germanisten und Philosophiehistorikern.
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Price: $174.00
Pages: 442
Publisher: Brill
Imprint: Brill
Series: Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik
Publication Date: 01 January 2010
ISBN: 9789042028616
Format: Hardcover
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“Es ist das Verdienst des Sammelbandes, die Aufmerksamkeit auch auf weniger (als Essayisten) bekannte Autoren gelenkt und damit erneut verdeutlicht zu haben, welchen großen Stellenwert die Produktion von Essays in den Jahren nach der Wende zum 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum hatte und wie attraktiv die Hinwendung zu dieser Textsorte für die unterschiedlichsten Autoren war. Unter veränderter Blickrichtung auf diesen Band kann man außerdem feststellen, dass vom wieder erweckten literaturwissenschaftlichen Interesse am Essay auch Autoren wie Theodor Lessing, Herwarth Walden oder Kurt Hiller profitieren, die bislang vorwiegend als ideen- oder literaturgeschichtliche Stichwortgeber, aber kaum als Verfasser gattungsspezifisch erfasster Texte in den Blick der Forschung geraten sind.” - Michael Ansel, Universität Wuppertal, in: Arbitrium 35(1) (2017) pp. 120-125