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Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna
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25 March 2021

In Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna, Philip Bockholt addresses the question of how history was written in the premodern Islamic world, and offers new insights into one of the most important chronicles composed in Persian, Khvāndamīr’s universal history Ḥabīb al-siyar. Taking into account the political events which occurred in Iran and India around 1500, he examines the manuscript tradition of the work, and gives an in-depth analysis of how the author adapted his chronicle to the Shiʿi and Sunni religio-political outlook of his Safavid and Mughal overlords. Making use of new approaches in the fields of history and philology, Philip Bockholt convincingly proves how texts were transmitted and modified for various audiences during premodern times.
In Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna untersucht Philip Bockholt am Beispiel von Ḫvāndamīrs Weltgeschichtschronik Ḥabīb as-siyar, wie Geschichte in der islamischen Vormoderne geschrieben wurde. Vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche in Iran und Indien um 1500 analysiert er die intentionale Ebene von Historiografie und zeigt auf, wie ein Historiker sein Werk in verschiedenen Fassungen sowohl für die Safaviden als auch die Moguln an schiitische und sunnitische Kontexte anpasste. Mit der Erforschung der Handschriftentradition eines der am häufigsten kopierten Geschichtswerke der islamischen Welt legt Philip Bockholt die Techniken des Autors offen, die Darstellung von Ereignissen im Sinne des jeweiligen Patrons zu verändern, wodurch Einblicke in den Prozess von Geschichtsschreibung sowie zu Textüberlieferung und Leserschaft im Handschriftenzeitalter möglich werden.
In Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna untersucht Philip Bockholt am Beispiel von Ḫvāndamīrs Weltgeschichtschronik Ḥabīb as-siyar, wie Geschichte in der islamischen Vormoderne geschrieben wurde. Vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche in Iran und Indien um 1500 analysiert er die intentionale Ebene von Historiografie und zeigt auf, wie ein Historiker sein Werk in verschiedenen Fassungen sowohl für die Safaviden als auch die Moguln an schiitische und sunnitische Kontexte anpasste. Mit der Erforschung der Handschriftentradition eines der am häufigsten kopierten Geschichtswerke der islamischen Welt legt Philip Bockholt die Techniken des Autors offen, die Darstellung von Ereignissen im Sinne des jeweiligen Patrons zu verändern, wodurch Einblicke in den Prozess von Geschichtsschreibung sowie zu Textüberlieferung und Leserschaft im Handschriftenzeitalter möglich werden.
Price: $162.00
Pages: 464
Publisher: Brill
Imprint: Brill
Series: Iran Studies
Publication Date:
25 March 2021
ISBN: 9789004442221
Format: Hardcover
Philip Bockholt, Ph.D. (2018), Freie Universität Berlin, is research associate at Leipzig University. His PhD dissertation was awarded the Annemarie Schimmel Prize for Islamic Studies, the Classical Islamic World Book Prize of Gorgias Press, and an Honourable Mention of the S.I.E. European Award for Iranian Studies.
Philip Bockholt promovierte 2018 an der Freien Universität Berlin und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Seine Dissertationsschrift wurde mit dem Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde, dem Classical Islamic World Book Prize von Gorgias Press und einer Honourable Mention des S.I.E. European Award for Iranian Studies ausgezeichnet.
Philip Bockholt promovierte 2018 an der Freien Universität Berlin und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Seine Dissertationsschrift wurde mit dem Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde, dem Classical Islamic World Book Prize von Gorgias Press und einer Honourable Mention des S.I.E. European Award for Iranian Studies ausgezeichnet.