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Zwischenstation "Judensiedlung"
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18 May 2011

"Wir zehrten von Erinnerungen, denn eine Zukunft schien es für uns nicht mehr zu geben." So wie die Zwangsarbeiterin Friedl Beutelrock empfanden wohl die meisten jüdischen Münchner unter dem stetig zunehmenden Verfolgungsdruck der Nationalsozialisten. Ab dem Frühjahr 1941 verschlechterte sich ihre Situation noch einmal dramatisch: Zwangsarbeitseinsatz, die 'Arisierung' des Wohnraums und damit verbunden die Ghettoisierung, schließlich die Deportation in eine ungewisse Zukunft. Für diesen komplexen Prozess aus Ausgrenzung, Entrechtung und Demütigung stand die "Judensiedlung" in Milbertshofen, ein Barackenlager an der nördlichen Peripherie der "Hauptstadt der Bewegung". Maximilian Strnad rückt erstmals dieses multifunktionale Terrorinstrument ins Zentrum der Forschung über die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Münchner. Er rekonstruiert nicht nur die Geschichte der Vertreibung; in seinem Buch erhalten vor allem die verfolgten Münchner Juden ihre Stimme zurück.
Price: $57.99
Pages: 207
Publisher: De Gruyter
Imprint: De Gruyter Oldenbourg
Publication Date:
18 May 2011
ISBN: 9783486591361
Format: Hardcover
BISACs:
HIS037070 HISTORY / Modern / 20th Century, European history, The Holocaust, Judaism
''Das Buch von Strnad ist von zentraler Bedeutung. So werden die Deportationstransporte aus München ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Angesichts der vielen Personen, die in die 'endgültige Entfernung der jüdischen Münchner aus der städtischen Gesellschaft verstrickt waren', stellt sich die Frage, wie zahlreiche Deutsche nach dem 2. Weltkrieg über die Judenverfolgung behaupten konnten: 'Davon haben wir nichts gewusst'.'' Journal der Juristischen Zeitgeschichte, Heft 3/2012